Himalana - Fair gehandelte Wolle vom Dach der Welt

Zwei Jahre hat es gedauert bis aus einer wilden Idee Wirklichkeit wurde: 6000 Schafe, die ihre Sommer auf Hochweiden im Himalaya nahe der Grenze zu Tibet verbringen, sind jetzt biozertifiziert. Von diesen Schafen stammt Himalana, die erste biozertifizierte und fair gehandelte Wolle vom "Dach der Welt".

Das Himalana Projekt verbindet Biozertifzierung und fairen Handel, Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit einer traditionellen Lebensform mit einem herausragenden Produkt: Himalana Wolle. Himalana-Schafe liefern dank ihrer Herkunft unterschiedliche Wollarten in besonders guter Qualität. Sie ist für viele Produkte von Kleidung bis Teppiche geeignet.

Das Konzept von Himalana, das als Pilotprojekt im Sangla Tal begann, wird derzeit auf das benachbarte Rohru Tal ausgeweitet: 24000 weitere Schafe sind nun biozertifiziert und ihre stolzen Besitzer und Hirten können die Himalana Wolle unter Bedingungen des Fairen Handels vermarkten.

Das Himalana Projekt

Wer kommt auf die Idee, Schafe in entlegenen Teilen des indischen Himalayas bio-zertifizieren zu lassen und ein Fair Handelskonzept aufzubauen?

Zwei Schwaben und ein Inder: Norbert Baldauf, Martin Kunz und Sushanto Mittra.

Mehr über das Projekt, wie es funktioniert, wem es nützt und über die Teppiche, die bereits aus Himalana Wolle von indischen Weberinnen ebenfalls unter Fairen Handelsbeziehungen gewebt werden, erfahren Sie auf dieser Seite.

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Das Sangla Tal – wo Himalana Schafe grasen

Das Sangla-Tal ist das erste Gebiet in den an Tibet angrenzenden Himalaya-Hochtälern, in dem biozertifizierte Schafherden gehalten werden. Über 2 Jahre wurden hier die Schafhalter und Hirten ausgebildet und die Zertifizierung durchgeführt. Heute können sie sich rühmen, die ersten in Indien zu sein, die biozertifizierte Schafschurwolle erzeugen.

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Von Schafen und Hirten

Es gibt auch paar schwarze unter den Himalana Schafen, dazu braune, graue oder auch gefleckte, die Mehrzahl jedoch ist weiß. Alle haben große, ausdrucksstarke Augen, Ohren, die aufmerksam aufgestellt werden, wenn man sich ihnen nähert, oder schlapp herunterhängen wenn es gilt, sich ausschließlich aufs Grasen zu konzentrieren. Dazu vereinen die Schafe die typischen Merkmale der Rassen aus denen sie gekreuzt wurden: das dichte, lange und weiche Fell ist typisch für Rambouillet Merinos, eine ursprünglich aus Spanien stammende Rasse, die im 18. Jahrhundert auf der königlichen Musterfarm in Rambouillet bei Paris weiter gezüchtet und später weltweit exportiert wurde. Ihren kräftigen Körperbau, ihre robuste Gesundheit, ihre Kraft und Ausdauer verdanken die Himalana Schafe der aus der Region stammenden mütterlichen Linie, den Rampur Bushair. Ob sie wunderbar weiche Wolle liefern aus denen sich hervorragende Anzugstoffe herstellen lassen oder ob ihre Wolle stark gekräuselt ist und damit ideal für die Teppichherstellung, liegt an der Ahnenreihe. Und bei der Schafschur heißt das; gut sortieren.

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Zwei Schäfer stellen sich vor

Am späten Vormittag hockt Danraj Pistan vor einem kleinen Holzfeuer und kocht Tee, mit frischer Ziegenmilch und Salz - eine Getränk, an das sich Neulinge in den Bergen erst gewöhnen müssen. Eine über eine Schnur gespannte und mit großen Steinen befestigte blaue Plane bietet Windschutz.

Sechs Schäfer schlafen nachts unter diesem Behelfszelt, dazu ein halbes Dutzend Ziegenbabys, die es regelmäßig schaffen, einen weichen Liegeplatz zu finden. ‚Ein oder zwei haben wir ganz gern mit im Zelt', lacht Danraj,‚sie halten wunderbar warm'. Die Herde (Toli) die er gemeinsam mit den anderen Schäfern hütet umfasst 1500 Tiere, 900 Schafe, der Rest sind Ziegen.

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Himalana und der Faire Handel

Das Himalana Projekt für biozertifizierte Schafschurwolle aus den Hochtälern des indischen Himalaya ist das erste und bisher einzige seiner Art. Für das Projektteam war die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in der Region von Anfang ein gleichwertiges Ziel – umgesetzt durch ein Fair-Handelskonzept.

Die Schafhalter und vor allem die Hirten profitieren vom Himalana Projekt: zum einen bekommen sie einen konsistent besseren Preis für Himalana Wolle, zum anderen durch Fair Trade Projekte. Wichtig ist, dass die Menschen selbst bestimmen, welche Projekte finanziert werden.

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Dimple Negi - Himalana Schafe starten Bio-Trend

Dimple sitzt in einem der zahlreichen gepolsterten Sessel im pink und hellblau gestrichenen Repräsentationsraum des Hauses und strahlt. Ihr Schwiegervater wisse natürlich noch viel besser über die Herde Bescheid, sagt sie, aber es sei schon richtig, seit drei Jahren sei sie für Organisation und Management allein verantwortlich.

600 Schafe und Ziegen besitzt die Familie, aber die Herde, das Toli, für das Dimple verantwortlich ist besteht aus 1800 Tieren. Insgesamt 16 Familien haben sich für das Toli zusammengeschlossen, manche Familien besitzen nur ein paar Dutzend Schafe, andere mehrere hundert.

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Jawaharlal Thakur – vom Leben in dünner Luft und langen Wintern

Auf 3450m ist Chitkul der höchst gelegene Ort im Sangla Tal. Steile Pfade und Treppen verbinden die alten, oft mit schönen Schnitzereien versehenen Häuser, mehrere Tempel und viele kleine aufgeständerte Speicher für Viehfutter.

Auch das Haus von Jawaharlal Thakur ist im traditionellen Stil gebaut: über eine seitliche Treppe gelangt man auf einen breiten Flur von dem auf der einen Seite zwei Zimmer und die Küche abgehen, auf der anderen Seite hat man einen Blick auf die schneebedeckten Berge am Ende des Tals.

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Baldev Singh – Schafe sichern unsere Existenz

Baldev Singh trägt nicht nur die im Sangla Tal übliche, traditionelle Kappe aus grauem Wollfilz mit grünem Samtaufschlag, auch seine Hosen und seine Jacke sind aus Wollstoff gefertigt. Seine Frau hat das Garn gesponnen, ein Weber in seinem Dorf hat den Stoff gewebt und natürlich stammt die Wolle von Baldev Singhs eigenen Schafen.

50kg Wolle oder das Fließ von 30 Schafen braucht die Familie – Baldev Singh, seine Frau und die vier Kinder - pro Jahr für Kleidungsstücke, Schals und Decken. Herr Singh besitzt 500 Schafe und jetzt, in der ersten Septemberwoche, werden sie geschoren.

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Himalana – die Fair gehandelte Wolle vom Dach der Welt...
...und was man aus ihr machen kann.

Auch auf den bis zu 5000 m hoch gelegenen Bergweiden im Himalaya kann es im Sommer heiß werden, in der Nacht jedoch kühlen die Temperaturen dramatisch ab. Schafe sind von der Natur ideal ausgestattet, um mit solchen Temperaturschwankungen zurecht zu kommen. Schafwolle hat eine besondere Struktur, die Fasern können etwa ein Drittel ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und rasch an die Luft abgeben – das Fell sorgt so dafür, daß es dem Schaf nicht zu heiß wird. Andererseits umschließen die fein gekräuselten Wollfasern ein Luftpolster, das an kalten Tagen isolierend wirkt. Die nach der Schur gewonnene Wolle behält diese temperaturregelnden Eigenschaften und macht Schafschurwolle damit zu einem wunderbaren, vielfältig einsetzbaren Material: für Bekleidung – vom Anzugstoff über Pullover und Schals bis hin zu den Socken, als Füllmaterial für Decken und Kissen, als Isoliermaterial, von Wandzwischenräumen bis zum temperaturregulierten Transport von Lebensmitteln oder für die Herstellung von Teppichen. Und genau damit hat das Himalana Team den Anfang gemacht: in Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation Unnayan fertigen jetzt indische Weberinnen Teppiche aus Himalana Wolle – natürlich zu Fair Trade Konditionen.

Vom Dach der Welt in Ihr Wohnzimmer - fair gehandelte Teppiche aus Himalana Wolle

Reine Schafschurwolle hat ganz besondere Eigenschaften: sie ist temperaturregulierend, weich, dennoch strapazierfähig und pflegeleicht - ein ideales Material für die Herstellung von Teppichen. Gefertigt werden sie in einer besonders benachteiligten Region ganz im Osten des Nordindischen Staates Uttar Pradesh.

Für die Teppiche aus Himalana Wolle arbeitet das Himalana Team deshalb mit der indischen Nichtregierungsorganisation Unnayan zusammen. 'Vor 18 Jahren habe ich zum ersten Mal versucht, zusammen mit Unnayan ein Fair Handelskonzept für die Teppichweberinnen und Knüpfer aufzubauen und einen Absatzmarkt in Europa zu schaffen. Wir sind damals weit gekommen, aber letztlich sind wir an einer mangelnden Nachfrage gescheitert,' sagt Dr. Martin Kunz, der Fair Trade Spezialist im Himalana Team. ‚Mit Himalana Wolle eröffnen sich v.a. dank Norbert Baldauf von Prolana ganz neue Möglichkeiten und gerade bei den sozial und wirtschaftlich extrem benachteiligten Teppichweberinnen läßt sich mit einem Fair Trade Projekt wirklich etwas bewirken. Dass es nach so langer Zeit nun doch mit den Fair Trade Teppichen geklappt hat, das freut mich wirklich'.

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Premium-Wollteppiche aus Himalana-Wolle:
Schafschurwoll-Webteppiche PURE

Die handgearbeiteten Teppiche aus Premium Himalana Wolle überzeugen mit besonders weichem Flor und verleihen Ihrem Zuhause eine gemütliche Atmosphäre. Dank ihrer wärmeisolierenden Eigenschaften schützen sie die Füße vor Kälte und garantieren ein angenehmes Laufgefühl. Die Teppiche sind nicht gefärbt, die Farben werden aus natürlich gewachsener brauner, weißer und melierter Schafwolle gewonnen.

Handgetuftete Wollteppiche

Die handgetufteten Teppiche verleihen mit ihren dezenten Motiven eine gemütliche Atmosphäre in jedem Raum. Der Flor ist aus hochwertiger Premium Himalana Schafschurwolle (kbT) und somit besonders weich und flauschig. Die Teppiche sind nicht gefärbt, die Designs entstehen durch die Verwendung natürlich gewachsener brauner, weißer und melierter Schafwolle. Der Rücken besteht aus Baumwolle kbA mit FSC zertifiziertem, Fair gehandeltem Naturkautschuk.

PDF mit weiteren Informationen zu allen Himalana Teppichen herunterladen.

Wenn der Auftrag für einen Wohnzimmerteppich das Überleben sichern hilft ... Mohamed Haroon und seine Familie

Hohe, unebene Stufen führen zum Haus und der Werkstatt der Haroons. Gemeinsam mit einigen weiteren moslemischen Familien leben sie am Rande des Dorfs. Elf Familienmitglieder wohnen in zwei Räumen, in einem dritten wird die Wolle gelagert.

Auf dem kleinen, sauber gefegten Vorplatz sind die Frauen der Familie dabei, Wolle nach Farben zu sortieren und auf Weberschiffchen zu wickeln. Nebenan schützt ein Wellblechdach acht Webstühle vor Sonne und Regen. Die Rahmen sind auf dem Boden über einer Grube montiert, so dass die Weber bequem sitzen und die Pedale zum Heben und Senken der Schäfte unter dem Webstuhl mit den Füßen problemlos bedienen können.

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Von Teppichen, Frauenpower und Reiseplänen ... Muni Begum und ihre Töchter

Die beiden Webstühle sind an der geschützten Seite des Hauses unter einer Überdachung untergebracht. Das Klacken der Holzpedale mit denen Muni Begum und ihre Tochter Farida Bano die Schäfte bewegen ist über das Gespräch und fröhliche Lachen der Frauen kaum zu hören.

Mit auf der Bank sitzt auch Jahanara, mit 17 die jüngste der sieben Geschwister. Die drei Frauen sind in wollene Schals und Tücher gehüllt, im Januar ist es auch in Nordindien kalt, nachts können die Temperaturen fast bis auf den Gefrierpunkt sinken.

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Wenn jede Rupie zählt ... Lange Tage am Webstuhl: Anju

Anjus riesiger Webstuhl steht im Hof des kleinen Hauses in der Dorfmitte. Kanchan, ihre vierjährige Tochter sitzt neben ihr, sie ist die jüngste von sechs Töchtern. Am Holztor angebunden und gegen die Kälte des Januarmorgens mit einem roten Pullover bekleidet steht Munmun, Kanchans zahme Ziege.

Mit der begrünten Pergola und den zahllosen Topfpflanzen ist der Hof eine fast idyllische Oase. Fast. Von morgens 10 Uhr bis abends um 20 Uhr sitzt Anju am Webstuhl - auch während sie mit uns spricht schaut sie kaum auf – das Webstück muß auftragsgemäß fertig werden.

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Kontakt & Impressum

PROLANA GmbH
Am Langholz 3
88289 Waldburg-Hannober, Germany
E-Mail: info@himalana.com
Telefon: +49 7529 9721 0

Geschäftsführer: Norbert Baldauf, Adrian Hellenthal
Handelsregister: Amtsgericht Ulm HRB 551929
USt-IdNr: DE181443688